Flachsexperiment (22. Oktober 2011)

By Posted in - Allgemein on Mai 12th, 2014 0 Comments

Auf der Grabung auf dem Hofstetterfeld in Sursee wurden 2011 mehrere spätbronzezeitliche Brandgruben untersucht. Da deren ursprünglicher Zweck unbekannt ist, führte ur.kultour zusammen mit der Kantonsarchäologie Luzern am „Tag der offenen Grabung“ ein Experiment durch, um zu sehen, ob die Brandgruben möglicherweise als Brechfeuer bei der Flachsbearbeitung gedient haben könnten. 

Unter den Augen von interessiertem Publikum wurden in zwei vorbereiteten rekonstruierten Gruben die Flachsgarben auf einem Eichenrost gedarrt. Danach verarbeitete Frau Läng vom Freilichtmuseum Ballenberg diese Garben mit dem Brechbock und dem Hechel zu Flachsfasern weiter.
Das Experiment hat gezeigt, dass die Herstellung von spinnbaren Flachsfasern in den rekonstruierten Brandgruben möglich ist und dass Gruben nach der Verwendung vergleichbare Benutzungsspuren zeigen wie die spätbronzezeitlichen Brandgruben.

Ausführlichere Informationen zum Experiment finden Sie im >> Anzeiger 2012 der AEAS (Arbeitsgemeinschaft für Experimentelle Archäologie Schweiz).

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